Chronik

Mitte Juni 1901 beschlossen einige Freizeitmusiker, einen Musikverein zu gründen. Die Besprechungen fanden im Garten von Josef Enis statt. Zum ersten Vorstand wurde Christian Hoffmann bestellt. Das Original-Gründungs-Buch ist eines der wertvollsten Dokumente im Vereinsarchiv. Die Musiker hatten noch keine besondere Schulung erhalten. Es wurde daher beschlossen, einen Dirigenten zu verpflichten. Es gelang der Verwaltung, den tüchtigen Dirigenten Herrn Barnbeck aus Karlsruhe für diese Aufgabe zu gewinnen. Durch musikalische Erfolge blühte der Verein auf und konnte dadurch zahlreiche Mitglieder gewinnen.


In dieser erfreulichen Aufwärtsentwicklung kam es plötzlich zu einer Krise, die im Jahre 1905 zu einer Spaltung der Kapelle führte. Nach einem Jahr gelang es der Verwaltung, einen neuen Zusammenschluss der Musiker herbeizuführen. Gleichzeitig fand ein Wechsel des Vereinslokals ins Gasthaus „Zur Krone“ statt, das auch heute noch Vereinslokal ist.
Die Fahnenweihe fand im Jahre 1906 statt. Als Patenverein stellte sich freundlicherweise der Musikverein Berghausen zur Verfügung. Unter der Leitung des neuen Dirigenten Herrn Wetzel zeigte die Wöschbacher Kapelle gute Leistungen.

Durch Einberufungen bei Kriegsbeginn im Jahre 1914 wurde das Vereinsleben teilweise stillgelegt.
Nach Kriegsende fand man sich bald wieder zusammen, um gemeinsam zu musizieren. Unter der Leitung des Vorstandes Josef Hurst, fand im Jahre 1921 das 20jährige Stiftungsfest, verbunden mit einem Wertungsspiel, statt. Die Kapelle erhielt unter der hervorragenden Stabsführung des Dirigenten Georg Weimer bei Wertungsspiel die Punktezahl 15, was einer sehr guten Leistung entsprach.

Auch holte sich die Kapelle im Jahre 1925 in Grünwettersbach beim Preispokalspiel in der Klasse 2 einen beachtlichen 1a-Preis. Im Spätjahr 1925 erhielt der Verein einen Zuwachs an jungen Musikern, wodurch sich
die Zahl der Aktiven auf 21 erhöhte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein bereits 206 Mitglieder. Vom 22. bis 24. Mai 1926 feierte man das 25jährige Vereinsjubiläum unter der Leitung des Vorstandes
Christian Hoffmann und des Festdirigenten Georg Weimer, wobei sich zahlreiche Musikkapellen aus nah und fern einfanden.

In den dreißiger Jahren wurde die volkstümliche Musik unter dem neuen Dirigenten Christian Herrmann aus Durlach weiter gepflegt. Christian Herrmann war dann 18 Jahre Dirigent unserer Kapelle. Während des Zweiten Weltkrieges ruhte das Vereinsleben weitgehend. Nach Wiederaufbau der Kapelle nahm man 1949 am Bezirksmusikfest der Kreise Karlsruhe und Bruchsal in Untergrombach teil. Beim Wertungsspiel erhielt man mit der Ouvertüre „Die weiße Dame“ von Boloiden in der Mittelstufe die Note „gut“.
Unter der Leitung von Vorstand Martin Ziegler und Dirigent Christian Herrmann wurde vom 30. Juni bis 2. Juli 1951 das 50jährige Jubiläum, verbunden mit einem Wertungsspiel, begangen, was ein schöner Erfolg war

Kurze Zeit später wurde Musikdirektor Hans Martini als neuer Dirigent verpflichtet. Er brachte neuen Schwung in die Kapelle, wobei er größeren Wert auf konzertante Musik legte. Auch wurden neue Instrumente beschafft. Die Kapelle blühte auf und erreichte ihren Höhepunkt, so dass ihre Auftritte in der ganzen Umgebung großen Beifall fanden.
Im Jahre 1954 fand ein Dirigentenwechsel statt. Unter der Leitung von Stabsmusikmeister Heinrich Polensky setzte die Kapelle ihren musikalischen Erfolg fort, die ihr viel Achtung einbrachten. Auf Harmonie legte man weiterhin großen Wert. Das Wunschkonzert in der „Krone“ war zum damaligen Zeitpunkt ein Höhepunkt unserer Kapelle. Des weiteren war das Konzert beim ersten Hollandaufenthalt 1960 ein großer Erfolg. Kontakte zu unseren holländischen Freunden hatten einige Aktive schon seit 1951.
Unsere erste Schülerkapelle im Jahre 1956 zeigte an, dass auch die Jugend am Musikverein starkes Interesse hatte. Wertungsspiele waren inzwischen aus der Mode gekommen. Kritikspiel wurde nun der neue Wettbewerb nach Noten genannt. Nach einigen Jahren hatte der Verein eine Schüler- und eine Jugendkapelle. Beide Kapellen beteiligten sich regelmäßig bei Kritikspielen.
Seit dieser Zeit wurde die mühevolle Jugendarbeit wechselweise von Karl Daferner, Reinhold Graumann, Urban Hurst, Mathias Habermann, Gerhard Daferner, Artur Weingärtner, Gebhard Wippert, Klaus Dopf, Michael Wachter, Judith Daferner, Jürgen Daferner, Birgit Becker, Katja Wachter, Sibylle Specht, Urban und Andreas Pfaff geleistet.
Das 60jährige Jubiläum konnte auf dem neuen Festplatz, dessen Grundstücke der Musikverein unter dem langjährigen Vorsitzenden und späteren Ehrenvorstand Josef Dehm erworben werden. Ein glanzvolles Debüt gaben dabei unsere Freunde aus Berkenwoude ab.

Unter dem Vorsitzenden Willi Trumpp wurde 1967 mit der Gemeinde eine Festplatzüberdachung erstellt. Die ersten Nebengebäude wurden im Jahre 1975 unter dem Vorsitzenden Reinhold Graumann in vereinseigener Regie erbaut.
Im Jahre 1978 ging man unter dem Vorsitzenden Otmar Bittner erneut an die Arbeit und erstellte die weiteren Nebengebäude, ebenfalls in vereinseigener Leitung. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde wurden 1987 der Küchenbereich gekachelt und die Innenräume renoviert. Damit wurden günstige Voraussetzungen für die Ortsvereine zu Abhaltung von Festen geschaffen.
Von 1966 bis 1967 wurde die Kapelle von Artur Nagel und von 1967 bis 1972 von Ernst Jockers dirigiert. Zu dieser Zeit war die schwere Aufgabe zu bewältigen, die heranwachsenden Jugendlichen in die Seniorenkapelle zu integrieren. Dirigent Ernst Jockers zeigte dabei viel Geschick, so dass die Kapelle schon bald zu einem harmonischen Klangkörper zusammenwuchs.
Im Jahre 1973 übernahm Heinz Tröndle die Direktion. Dieser Versuch scheiterte jedoch nach kurzer Zeit. Nachdem man Musikdirektor Hans Martini Ende 1973 erneut verpflichtete, merkte man schon nach den ersten Auftritten, dass es musikalisch wieder aufwärts ging. Erneut reiste man zu den Musikfreunden nach Berkenwoude. Das dort aufgeführte Konzert fand großen Beifall. Nun konnte man wieder anspruchsvolle Musik auswählen und vortragen und war gut gerüstet für das folgende Jubiläumsfest.
Ein halbes Jahr vor dem 75jährigen Jubiläum fand in der Verwaltung ein größerer Wechsel statt. Die neue Verwaltung unter dem Vorsitzenden Otmar Bittner hatte nun in dieser kurzen Zeit die Festvorbereitungen zu treffen. Das Jubiläums- und Bezirksmusikfest, bei dem nach über 15 Jahren wieder die Musikkapelle aus Berkenwoude mitwirkte, war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg und kann wohl als eines der größten Feste in der Vereinsgeschichte bezeichnet werden. Im Festzelt und in der Festhalle, mit Platz für 2000 Personen, herrschte reges Treiben und auch der Wettergott meinte es gut mit dem Musikverein. Der Große Bunte Abend mit den Folklore-Spitzenreitern „Marianne und Michael“, der Starkapelle „Moby Dick“ und anderen Künstlern war für Wöschbach wohl ein einmaliges Erlebnis.

Danach beendete Musikdirektor Hans Martini seine Dirigententätigkeit. Für seine großartigen Leistungen wurde er zum Ehrendirigenten ernannt. Im August 1976 übernahm Dirigent Ernst Schornstein die Seniorenkapelle, die durch Integrierung von Jungmusikern weiter verstärkt wurde. Das Weihnachtskonzert zeigte bereits Früchte dieser Arbeit. Durch geschickte Mischung von klassischer und moderner Blasmusik setzte man neue Akzente. Durch Ernst Schornstein knüpfte man auch Kontakte mit dem Musikverein Feldrennach aus dem Enzkreis.
1978 fuhren die Musiker wiederum nach Berkenwoude; diesmal feierte die holländische Kapelle ihr 75jähriges Jubiläum. Die freundliche Aufnahme und die zahlreiche Erlebnisse werden auch diese Fahrt unvergesslich machen. Im April 1979 führte der Musikverein erstmals ein Kirchenkonzert durch. Anlass hierzu war die geplante Neuanschaffung einer Pfeifenorgel durch die katholische Kirchengemeinde. Der Beifall der Zuhörer bewies, dass man auch in diesem Bereich musikalisch bestehen konnte.
Im September 1977 knüpfte man Kontakt zur Musikgesellschaft „Harmonie“ Pfäffikon bei Zürich in der Schweiz. 1978 begeisterte die „Harmonie“ bei unserem Herbstfest die Wöschbacher, worauf 1979 der Gegenbesuch unseres „Frohsinn“ mit einem schönen Konzert im Hotel „Bahnhof“ folgte. Aufgrund der gefestigten Freundschaft kamen die Pfäffikoner der Einladung zu unserem 80jährigen Jubiläumsfest mit Freuden nach.
Im Jahr 1981 gelang es der Verwaltung schließlich noch, die Musik- und Folkloregruppe „L´Echo du Kochersberg“ aus Truchtersheim in Frankreich einzuladen. Das 80jährige Jubiläumsfest, verbunden mit dem Bezirksmusikfest der Gruppe „Pfinz“, konnte dadurch im Mai 1981 in der Vereinsgeschichte, erstmals mit zwei ausländischen Kapellen gefeiert werden. Für dieses große Fest mit internationalem Charakter wurde durch einen Festzeltanbau Platz für 1200 Personen geschaffen. Durch eine reich illustrierte 130 Seiten umfassende Festschrift wurden die Besucher über das Programm, den Verein und Wöschbach ausführlich informiert. Bei strahlendem Sonnenschein verlief das Fest – mit sehr schönen Konzerten, einem prächtigen Festzug und einem großartigen Bunten Abend mit den „Moldau-Mädchen“ und anderen Künstlern – sehr erfolgreich

Im Oktober 1983 führten die Musikvereine Berghausen, Kleinsteinbach, Söllingen und Wöschbach ein anspruchvolles Bezirkskonzert durch. Dabei konnte der „Frohsinn“ in der gutbesetzten Räuchle-Halle einen Großteil des Beifalls für sich verbuchen.
Im September 1984 reisten wir erneut nach Pfäffikon. Das begeisternde Konzert unter Dirigent Ernst Schornstein im Festzelt am See ist uns allen noch in guter Erinnerung. Anstatt der üblichen Vereinsausflüge führte man 1983 einen Städteausflug nach Hamburg und 1985 nach Wien durch. Diese Fahrten kamen bei allen Teilnehmern gut an.
Zum 85jährigen Jubiläums- und Bezirksmusikfest war ein abwechslungsreiches Programm geboten. Es begann mit einem Disco-Abend für die jüngere Generation, wobei das „Team 4“ die Festhalle mit Zeltanbau (Platz für insgesamt 700 Personen), mit gewaltigen Verstärkeranlagen und farbenprächtigen Lichtorgeln in eine Superdiskothek verwandelte. In den folgenden Tagen wurden die Besucher mit moderner und klassischer Blasmusik sowie Tanz angenehm unterhalten. Beim Bunten Abend am Montag mit bekannten Künstlern waren „Die Lips“ mit ihrer waghalsigen Rollschuh-Schleuder-Aufführung die Attraktion des Festes.
Auch der musikalische Leiter Ernst Schornstein und der erste Vorsitzende Otmar Bittner konnten in Jubiläumsjahr auf ein Jahrzehnt fruchtvoller Zusammenarbeit zurückblicken. Beim Jubiläumskonzert, das unter dem Motto 85 Jahre Musikverein und 10 Jahre Dirigent Ernst Schornstein in Wöschbach stand, wurden die beliebtesten Musikstücke des letzten Jahrzehnts gekonnt vorgetragen, was die Besucher mit anhaltendem Applaus honorierten.


Nach 11jähriger erfolgreicher Tätigkeit trennte sich Dirigent Ernst Schornstein 1987 vom Musikverein. Beim Abschiedskonzert wurde von den Zuhörern und Aktiven die Beliebtheit des langjährigen Dirigenten erneut bestätigt. Bei der Weihnachtsfeier 1987 stand die Theatergruppe bei dem Volksstück in drei Akten „Der Trompeter von Säckingen“ im Rampenlicht. Die Akteure bewiesen, dass der Musikverein nicht nur auf musikalischem Gebiet Beachtliches zu leisten vermag.
1988 engagierte man Jörg Meyer als neuen Dirigenten. Er verfolgte die breitgefächerte Richtung von klassischer, moderner und volkstümlicher Musik, wobei er auch gesangliche Einlagen mit einplante.
Auf Vorschlag des Frohsinn-Vorsitzenden Otmar Bittner und unter dessen Mitorganisation wurde vom 12. bis 14. August 1988 das erste Wöschbacher Straßenfest mit 11 Vereine durchgeführt. Bei strahlendem Sonnenschein war das Fest mit über 15000 Besuchern und einem breiten Angebot aus Küche und Keller sowie Unterhaltung für alle mitwirkenden Vereine eine tolle Sache.
1989 feierte Wöschbach seine 700 Jahre. Bei den verschiedenen Feierlichkeiten (Prunksitzung, Chronikübergabe, Festbankett, Festzug, Heimatabend und Rundfunkauftritt) konnte der „Frohsinn“ einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Beim 50jährigen Feuerwehrjubiläum wurde mit dem agilen Dirigenten Jörg Meyer beim unvergesslichen „Großen Zapfenstreich“ ein neues Glanzlicht in der Vereinsgeschichte gezündet.
Mit den Rufen „Wir sind das Volk; keine Gewalt, Deutschland einig Vaterland“ wurde 1989/1990 eine friedliche Jahrhundertrevolution durchgeführt, an deren Ende nun das vereinte Deutschland steht. Dadurch ergeben sich auch für die Musikvereine neue Kontaktmöglichkeiten. Nachdem es Jörg Meyer beruflich nach Bayern gezogen hatte, übernahm 1990 Wolfgang Kühn die musikalische Leitung. Solostücke wurden vermehrt gespielt. 1991 nahm man mit den Musikstücken „Voluntary“ und „Intade Jubiloso“ am Wertungs- und Kritikspielen in Karlsruhe teil. Dabei konnte ein beachtlicher 1. Rang mit Belobigung erreicht werden.
Bei etwas kühlem aber trockenen Wetter konnten wir das 90jährige Jubiläums- und Bezirksmusikfest, erstmals mit dem Musikverein „Harmonie de L´Usine“ aus Zinswiller in Frankreich feiern.

Im gleichen Jahr feierten wir in Holland das Markus-Fest. Die Wirtsleute Bert und Gloria hatten zu ihrem 25-jährigen Ehe- und Wirtsjubiläum eingeladen und viele Freunde kamen. Auch nach Wöschbach kamen viele Gäste zum 2. Wöschbacher Straßenfest, was sehr erfolgreich verlief. Im Drei-Jahres-Rhythmus folgten die Straßenfeste bis zuletzt im Jahre 2018, die allesamt mit etwas Wetterglück bei „Tausenden“ gut ankamen.
1992 wurde der Proberaum wieder in den Kronen-Saal“ verlegt. Nach einer ersten Kontaktaufnahme musizierten wir 1992 beim 170jährigen Jubiläumsfest der Muziekvereniging „Koninklijke Harmonie Sint-Cecilia“ in Oostrozebeke in Belgien. Mehrere gegenseitige Besuche und Auftritte folgten, zuletzt beim Straßenfest im Jahr 2006.
1993 übernahm Urban Pfaff den Dirigentenstab. Vermehrt wurden moderne Kompositionen in das Programm aufgenommen. Auch die Jugendarbeit wurde intensiviert. Erstmals musizierte man beim Musikfest in Zinswiller, wobei die Freundschaften aufgefrischt wurden. Die 1994 ins Leben gerufene Prunksitzung der Kulturvereine fand guten Anklang. Im Zwei-Jahres-Takt folgten weitere ansprechende Prunksitzungen.
1996 gründete sich der Förderverein, was einige Verbesserungen für den Hauptverein mit sich brachte. Als Vorsitzende wurde Brunhilde Daferner gewählt. Nachdem sie 1997 leider allzu früh verstarb, übernahm Uwe Volk den Vorsitz. Im Spätherbst 1996 fand ein interessanter Mehrtagesausflug nach Calella statt. Danach wurden neue Uniformen in der Vereinsfarbe „grün“ angeschafft. Für 50-jähriges aktives musizieren wurden Karl Daferner und Eugen Weingärtner 1997 geehrt. Aus diesem Anlass stellte Karl Daferner ein entsprechendes Konzert-Programm zusammen, das gut ankam. 1998 nahm man mit dem Musikverein Limbach im Odenwald Kontakt auf und musizierte beim dortigen 135jährigen Jubiläumsfest. Der Gegenbesuch fand dann im Jahre 2001 anlässlich unseres 100-Jährigen Jubiläums statt. Als Ergänzung zu unserer Uniform wurden Westen angeschafft.
Im Jahre 2000 wurden auf Hinblick auf unser „100-Jähriges“ Bestehen auf dem Festplatz umfangreiche Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten vorgenommen.

2001 war geprägt von den Feierlichkeiten anlässlich des 100-Jährigen-Bestehens des Vereins, das erst mit dem „Sylvesterblasen“ vor der kath. Kirche endete. Ein Höhepunkt jagte den anderen. Unvergesslich wird das im Mittelpunkt stehende Jubiläums- und Bezirksmusikfest, vom 14. bis 18. Juni auf dem Festplatz mit Zeltanbau, in den Gedanken aller verankert bleiben. Bei unserem „internationalem“ Jubiläum, dass unter dem Motto „Musik macht Freude und verbindet“ stand, konnten wir unsere Freunde von Berkenwoude / Holland, Zinswiller / Frankreich, sowie Delegationen aus Pfäffikon / Schweiz und Oostrozebeke / Belgien begrüßen. Begonnen hat die große Feier mit dem Festbankett bei dem unser Verein vom Bundespräsidenten die „Pro-Musica-Plakette“ verliehen bekam und der Abend mit dem „Großen Zapfenstreich“ ausklang. Die anschließende Tage waren gespickt von Höhepunkte, wie der Pfinztaltag mit dem Senioren-Nachmittag, dem Pfinztal-Abend in der Kulturhalle in Berghausen mit den „Grombacher“, einem Jugendkapellentreffen, der Internationale Musikabend mit unseren Freunden, ein musikalisch, begleitender ökumenischer Gottesdienst, der große Festzug und das Freundschaftsspielen mit allen Bezirksvereinen. Unvergesslich bleibt auch der Big-Band-Abend mit dem Polizeimusikkorps Karlsruhe, der Kindernachmittag mit Umzug sowie der Unterhaltungsabend mit dem Show-Duo Horst & Peter aus Kleinaspach.

In den Folgejahren vertieften wir weiter unsere guten Beziehungen zu unseren ausländischen Freunden. So waren wir 2002 anlässlich des 180-jährigen Bestehens in Oostrozebeke zu Gast und im Jahre 2003 besuchten wir unsere Freunde in Berkenwoude um Ihnen zu ihrem 100. Geburtstag zu gratulieren.
Am 25.01.2004 fand dann ein Wechsel an der Vereinspitze statt. Nach über 28 Jahre gab der Vorsitzende Otmar Bittner das Zepter an seinen Nachfolger Bernhard Kuhn ab. Postum wurde der scheidende Vorsitzende Otmar Bittner für seine jahrzehntelange, unermüdliche Arbeit für seinen Musikverein zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Verleihung der Ehrenurkunde fand im Rahmen des Frühjahrskonzertes statt. Unser „OB“ bleibt uns jedoch weiterhin als aktiver Posaunist und Bezirksvorsitzender der Gruppe „Pfinz“ im Blasmusikverband Karlsruhe erhalten.
Im Mai 2004 besuchten wir unsere Freunde in Zinswiller um bei ihrem Konzert musikalisch das Beste zu geben und bestehende Freundschaften zu pflegen.
2005 wurde unser Ehrenvorsitzender Otmar Bittner für 50-jährige Aktivität als Posaunist geehrt.
Seit 2006 geht der Musikverein in punkto Faschingsveranstaltungen neue Wege. So ist es unser Bestreben den Straßenfasching wieder aufleben zu lassen. Nach dem „kleinsten Umzug“ der Republik (zwei Zugnummern) durch die Straßen Wöschbach, ist auf dem Vorplatz unserer Festhalle ein gemütliches Faschingstreiben angesagt.
Nachdem uns 2006 unsere Freunde aus Oostrozebeke zu unserem 7. Wöschbacher Straßenfest besuchten, ließen wir es uns nicht nehmen die Einladung zu ihrem 185. Jubiläum im August 2007 anzunehmen. Ebenfalls konnten wir 2007 unsere Aktiven Karl Daferner und Eugen Weingärtner für 60 Jahre Aktivität ehren.

Im Frühjahr 2008 landeten wir dann vermutlich ein bis dato rekordverdächtigen Blasmusik-Coup. Nach monatelanger, intensiver Vorbereitung durch unsere vereinseigenen Ausbilder, unserer Jugendleiterin Birgit Becker und unserem Dirigenten Urban Pfaff, hat sich die gesamte Jugendkapelle (20 an der Zahl) der Prüfung zum Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze gestellt. Gemeinsam wurde die Herausforderung gemeistert und die Mühen mit der mit Bravour bestandenen Prüfung belohnt.

2009 legten 5 weitere Jungmusiker von der Schülerkapelle das Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze mit Erfolg ab. Außerdem feierten wir wieder mit Beteilung unserer Musikfreunde aus Oostrozebeke das 8. Wöschbacher Straßenfest.
Auf das Jahr 2010 sehen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Konnten wir noch zum Frühjahrskonzert die erfolgreiche Integration unserer Jugendkapelle in das „Große Blasorchester feiern, so mussten wir im Juli den Tod unseres allseits beliebten 1. Vorsitzenden Bernhard Kuhn beklagen.
Gemäß seinem Motto „Die Jugend ist unsere Zukunft“ wollen wir auch weiterhin unser Hobby „Blasmusik“ ausüben, die Jugend fördern und sie damit für die Musik begeistern.
Die Vereinsgeschäfte wurden nach Bernhard´s Tod bis zur nächsten satzungsgemäßen Mitgliederversammlung von unserem 2. Vorsitzenden Michael Wachter fortgeführt, der danach den 1. Vorsitz übernahm.
2011 feierte unser Verein sein 110jähriges Bestehen. Erstmals wurde im September auf dem Rathausplatz ein Platzkonzert mit allen Aktiven, von der Früherziehungsgruppe bis zum Großen Blasorchester durchgeführt. Der Zuspruch der Besucher wurde nur von dem herrlichen Spätsommerwetter übertroffen, sodass das Konzert ein großartiger Erfolg wurde. Im November nahmen 5 Jungmusiker beim Prüfungstag des Blasmusikverbandes Karlsruhe in Neureut teil und legten mit Bravour das Jungmusikerleistungsabzeichen in Silber ab. Bei der Weihnachtsfeier konnten wir unsere Aktiven Gebhard Wippert und Willi Friedrich für 60jährige Aktivität ehren.
2012 feierten wir wieder mit Unterstützung unserer belgischen Gäste aus Oostrozebeke das 9. Wöschbacher Straßenfest. Außerdem konnten wir unseren Bassist Horst Ripp für seine 50jährige Aktivität ehren.
2013 stand ganz unter dem Zeichen unseres Dirigenten Urban Pfaff. Zu seinem 20jährigen Jubiläum wünschte er sich anstelle unseres traditionellen Frühjahrskonzertes ein „Open Air Konzert“. Diesem Wunsch kamen wir gerne nach und feierten Ende Juni auf dem Festplatz neben der Festhalle unser 1. „Open Air Festival“. In mühevoller Arbeit wurde die Open-Air Bühne selbst aufgebaut. Das Konzert selbst wurde durch das einzigartige Ambiente und die teilweise gesanglich, unterstützten Vorträge von den Besuchern als „super“ Erfolg gewertet.
2014 drehten wir die Zugstrecke des Fastnachtsumzuges. Diesmal begann er bei der Festhalle und endete mit der Straßenfastnacht auf dem Rathausplatz. Außerdem führten wir nach 1996 das zweite Mal eine mehrtätige Konzertreise nach Spanien durch. Auch unsere Jugend war davon restlos begeistert. Bei den drei Auftritten in Santa Susanna, Malgrat de Mar und Calella konnten wir unsere Zuhörer musikalisch überzeugen. Beim 75jährigen Feuerwehrjubiläum wurde mit dem „Großen Zapfenstreich“ ein weiteres Glanzlicht der Vereinsgeschichte hinzugefügt.
2015 feierten wir das 10. Wöschbacher Straßenfest, jedoch erstmalig ohne den Besuch einer ausländischen Gastkapelle. Unseren Ehrenvorsitzenden Otmar Bittner konnten wir für seine 60jährige Aktivität auszeichnen.
2016 führten wir erneut eine Konzertreise nach Spanien durch. Wie 2 Jahre zuvor waren wir wieder in Malgrat de Mar im Hotel „Luna Park“ untergebracht. Bei unseren Auftritten in Malgrat de Mar, Lloret de Mar und im „Poble Espanyol“ in Barcelona konnten wir unsere Zuhörer von unserem „Können“ einmal mehr überzeugen und begeistern. Unsere begeisterte Jugend bedankte sich dafür mit der Inszenierung eines Theaterstückes bei der Weihnachtsfeier. Der Einakter „Der Lover aus dem Internet“ fand den vollen Zuspruch der zahlreich erschienenen Besucher. Damit ließ unsere Jugend eine alte Tradition nach 12 Jahren wieder neu aufleben.
Als glanzvoller Höhepunkt wurde bei der Weihnachtsfeier unser ältester (87 J.) Musiker und Klarinettist Karl Daferner für seine sagenhafte 70jährige Aktivität geadelt

2017 frischten wir eine über 60 Jahre im Dornröschenschlaf befindliche Beziehung zum MV „Harmonie“ Mösbach (bei Achern) auf. Am 25. März 2017 fand in der Drei-Kirschen-Halle in Mösbach unter dem Motto „Musikverein Mös(ch)bach trifft Musikverein Wöschbach“ ein Doppelkonzert statt, das bei den Zuhörern der vollbesetzten Halle begeistert aufgenommen wurde. Der Gegenbesuch ließ nicht lange auf sich warten und fand bei unserem Musikfest im Mai statt. Zusammen mit den Musikvereinen Mösbach und Söllingen erlebten wir einen unvergesslichen Abend.
Das 5. Platzkonzert am 24. September fand diesmal am „Maurerbrunnen“ in Anlehnung der Bundestagswahl, als „1. Wöschbacher Musik-Wahlsonntag“ statt.
Der Besuch und die Teilnahme der Wöschbacher Wähler an unserem „Buntes
Wahl – Konzert“ überraschte selbst uns.
Leider mussten wir dann am 28. Oktober von unserem Ehrenvorsitzenden Otmar Bittner, der nach schwerer Krankheit aber dennoch unerwartet im Alter von 74 Jahren verstarb, für immer Abschied nehmen.
Bei der Weihnachtsfeier führte unsere Jugend mit dem Theaterstück „Der Scheck aus Amerika“ eine gern gesehene Tradition fort.
Unser Frühjahrskonzert 2018 stand dann ganz im Zeichen von Urban Pfaff, der sein 25jähriges Dirigentenjubiläum feierte. Das anspruchsvolle Konzertprogramm wurde von uns zur Überraschung unseres Dirigenten und der Zuhörer teilweise in einer eleganten Abendgarderobe dargeboten und verlieh so diesem Abend einen würdigen Rahmen.
Ende Juli fand dann das 11. Wöschbacher Straßenfest statt. Bei hochsommerlichem Wetter konnten wir am Samstagabend die stimmungsvollen Auftritte von den Musikvereinen aus Mösbach und Söllingen wiederholen.
Die Advents- und Weihnachtszeit prägten unsere bereits seit 2008 bzw. 2013 durchgeführten Auftritte beim „Weihnachtsliederspielen“ im Rahmen des „lebendigen Adventskalender“ auf dem Rathausplatz, sowie auf den Weihnachtsmärkten in Karlsruhe und Durlach. Der Jahresabschluss bildete unsere traditionelle Weihnachtsfeier mit dem Theaterstück „Wer melkt die Ziege“.

2019 folgte unsere 4. Konzertreise nach Spanien. Diesmal führte uns die Reise zusammen mit dem MV Malsch wieder nach Malgrat de Mar ins Hotel „Papi“.
Unter der Leitung unseres gemeinsamen Dirigenten Urban Pfaff konnte unser „Gemeinschaftsorchester“ einmal mehr die Zuhörer bei den Auftritten in Malgrat de Mar, in L`Estartit und Montserrat begeistern. Unvergesslich bleiben uns sicherlich der Auftritt im Klosterhof „Montserrat“ und die Besichtigung der Sektkellerei „Freixenet“.
Bei der Weihnachtsfeier wurde mit dem Theaterstück „Die Kuckuckskinder“ eine Tradition fortgesetzt. Dabei übernahm unser Pfarrer Thomas A. Maier in „Don Camillo“ Manier eine kleine Gastrolle, was mit dem größten Applaus honoriert wurde.

 

Vorstände des

Musikvereins "Frohsinn Wöschbach"

Hoffmann, Christian 1901 – 1920
Hurst, Josef Peter 1921
Geist, Wilhelm 1922
Dehm, Wilhelm 1923
Hoffmann, Christian 1924 – 1935
Dehm, Richard 1936 – 1938
Hurst, Martin 1939 – 1948
Ziegler, Martin 1949 – 1951
Dehm, Richard 1952 – 1953
Hurst, Martin 1954
Dehm, Josef 1955 – 1965
Trumpp, Wilhelm 1966 – 1972
Daferner, Gerhard 1973
Graumann, Reinhold 1974 – 1975
Bittner, Otmar 1975 – 2003
Kuhn, Bernhard 2004 – 2010
Wachter, Michael seit 2010

 

Dirigenten des
Musikvereins „Frohsinn“ Wöschbach

 

Barnbeck 1901 – 1905
Wetzel 1906
Unger, Albert 1907 – 1914
Weimer, Georg 1919 – 1933
Herrmann, Christian 1933 – 1951
Martini, Hans , Musikdirektor 1951 – 1954
Polensky, Heinrich, Stabsmusikmeister 1955 – 1965
Nagel, Artur 1966 – 1967
Jockers, Ernst 1967 – 1972
Tröndle, Heinz 1973
Martini, Hans, Musikdirektor 1973 – 1976
Schornstein, Ernst 1976 – 1987
Meyer, Jörg 1988 – 1989
Kühn, Wolfgang 1990 – 1992
Pfaff, Urban seit 1993